E-T-A Porträt 2020: Rekord leicht überboten

Mittelfränkischer Weltmarktführer E-T-A konnte 2019 tolles Umsatzergebnis sogar noch steigern

Altdorf, 03.04.2020 – Nach dem Rekordumsatz im Jahr 2018 konnte E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH aus Altdorf bei Nürnberg 2019 den Umsatz leicht auf 122 Mio. EURO steigern. Das globale Konjunkturklima 2019 hatte sich zwar bereits durch verschiedene politische Faktoren spürbar eingetrübt. Dennoch gelang es dem Altdorfer Familienunternehmen im gesamten Jahresverlauf, dem negativen Branchentrend zu trotzen. Dies galt für nahezu alle Märkte und Regionen, in denen der Weltmarktführer für Schutzschalter und Sicherungsautomaten (laut Uni St. Gallen) tätig ist.

Das Jahr 2020 begann insgesamt etwas verhaltener, gab aber dennoch Anlass für Optimismus. Mittlerweile machen allerdings die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie eine langfristige Planung unmöglich. Aktuell gelingt es dem Familienunternehmen, wenn auch mit deutlich erhöhtem Aufwand, die eigene Lieferkette stabil zu halten. Gleichzeitig ist das oberste Ziel neben der Gesundheit aller Mitarbeitenden die Sicherstellung der Lieferungen an die eigenen Kunden. Gerade für Hersteller von Medizintechnik und auch für viele andere Branchen sind die sicherheitsrelevanten E-T-A Komponenten und Systeme unverzichtbar, um die eigenen Produkte ausliefern zu können.  


Konstant erfolgreich in vielen Branchen

E-T-A bietet seinen Kunden ein umfassendes Produktportfolio aus Schutzschaltern, Elektronik-Schutzschaltrelais, Stromverteilungen und sogenannten Systemlösungen. Wie auch in den Vorjahren stachen unter den wichtigsten Zielbranchen dabei im Jahr 2019 die Bereiche Automation und Transportation und „Equipment“ besonders hervor. Equipment steht dabei für die Märkte Medizintechnik, Apparatebau und professionelle Handwerkzeuge. Insgesamt waren 2019 alle Branchen und Ländermärkte sehr stabil und ein teilweise befürchteter Rückgang durch handelspolitische und ähnliche Hemmnisse blieb glücklicherweise aus. Geschäftsführerin Dr. Jennifer Sell betont, „Wir sind traditionell in vielen Branchen aktiv und können uns dadurch gegen Schwankungen in einzelnen Bereichen sehr wirkungsvoll absichern.“   

In der Automation bietet E-T-A seinen Kunden konventionelle elektromechanische Lösungen und ist auch einer der wichtigsten Anbieter in der Industrie 4.0-fähigen Absicherung. Diese Lösungen und Systeme vereinfachen die Handhabung in der Stromversorgung einer Maschine. Sie sind in der Endausbaustufe auch über das Internet kontrollierbar und häufig integriert in die übergeordneten Systeme anderer Hersteller. Ganz oben steht dabei immer, Ausfallzeiten teurer Anlagen zu vermeiden.

Im Bereich Transportation forciert E-T-A die sogenannten Halbleiterrelais. Diese bieten handfeste Vorteile gegenüber den konventionellen Lösungen. Gleichzeitig sind für viele LKW-, PKW- und Nutzfahrzeug-Hersteller die sehr kompakten und farblich kodierten Sicherungsautomaten nach wie vor unverzichtbar. Sie schützen vor dem Stillstand der wertvollen Transportmittel. So wuchs die Nachfrage 2019 erneut. Erst vor wenigen Wochen nahm deshalb eine neue vollautomatische Fertigungsstraße im Stammwerk in Altdorf ihren Betrieb auf. E-T-A investiert damit weiterhin massiv in den Standort Deutschland. Geschäftsführer Dr. Clifford Sell unterstreicht „Die konstant hohe Nachfrage im Automotive-Bereich zeigt das Vertrauen, das auch ganz große Konzerne in E-T-A setzen. Dem wollen wir mit einer stetigen Ausweitung der Lieferfähigkeit gerecht werden.“
 

Internationalität sehr ausgeprägt

Insgesamt ist das 1948 gegründete Familienunternehmen E-T-A ausgesprochen global ausgerichtet. Der Schutzschalter-Spezialist ist in über 60 Ländern mit vier Produktionsstandorten, derzeit zwölf eigenen Vertriebsniederlassungen und einer Vielzahl von Repräsentanten vertreten. Dies ist für die Kunden des Unternehmens die Garantie für Kundennähe und zuverlässige Lieferung auf allen Kontinenten.

Traditionell hoch ist bei E-T-A folglich der Auslandsanteil im Umsatz. 2019 lag dieser erneut bei 70 %. Das Unternehmen ist über eigene Gesellschaften und Partner in über 60 Ländern vertreten. Vertriebsniederlassungen gibt es in Australien, Belgien, China, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Russland, Singapur, Spanien und den USA. In Deutschland hält ein Mix aus E-T-A eigenen Vertriebsbüros und selbstständigen Vertretungen den Kontakt zu den Kunden. Am Firmensitz Altdorf bei Nürnberg sind Verwaltung, Vertrieb, Marketing, Entwicklung, Materialwirtschaft und eines der vier Fertigungswerke konzentriert.

Weitere Werke gibt es im oberpfälzischen Hohenfels, in Indonesien sowie in Tunesien. Am Standort Hohenfels investierte E-T-A 2019 sowohl in Gebäude als auch in Arbeitsprozesse, um das Werk auch weiterhin so leistungsfähig wie bisher zu halten. „Unsere Kolleginnen und Kollegen in Hohenfels sind ausgesprochen flexibel und helfen uns, schnell auf Kundenbedürfnisse eingehen zu können,“ ergänzt Dr. Jennifer Sell, in der Geschäftsleitung auch für die Steuerung der weltweiten Werke zuständig.
 

Agilität als Erfolgsfaktor

Bereits seit einer ganzen Reihe von Jahren setzt E-T-A in verschiedenen Unternehmensbereichen, sowohl Entwicklung wie auch Verwaltung und Fertigung, auf agile Methoden. Dies bedeutet mehr Selbstorganisation und Transparenz bei allen Mitarbeitenden. Die Vorteile dieser Herangehensweise zeigen sich immer stärker in der Praxis: Projekte lassen sich effizienter durchführen und schneller abschließen.

So hängen beispielsweise sogenannte „Task-Boards“, also Tafeln zur Priorisierung und Visualisierung anstehender Aufgaben, bereits in vielen Büro- und Fertigungsräumen. Um auch abteilungsübergreifend und international transparenter zusammenzuarbeiten, greifen viele Teams zusätzlich auf digitale Boards zurück. „Die agile Arbeitsweise kommt ursprünglich aus der Software-Entwicklung und wird einen Produktivitätsschub auch in klassischen Unternehmen auslösen. Wir sind stolz, hier weit vorne mit dabei zu sein,“ erläutert Dr. Clifford Sell.

Auch Teamentwicklungen, Workshops und Klausuren erreichen längst einen großen Anteil der Belegschaft und geben die Gelegenheit zukünftige Entwicklungen mit zu gestalten. Sogar die aktuelle Strategieerarbeitung funktioniert konsequent und partizipativ in der agilen Arbeitsweise. Insgesamt sieht das Unternehmen die Einbindung der Mitarbeitenden als absolut zentral für eine erfolgreiche Weiterentwicklung von Mitarbeitenden und Firma.
 

Beschäftigungszahlen in Deutschland und weltweit

Zum Stichtag 31.12.2019 lag die Gesamtzahl der Beschäftigten bei E T A in Deutschland mit 714 Mitarbeitern leicht über Vorjahresniveau (710). Die konstante Ausrichtung des Unternehmens auf Forschung und Entwicklung macht sich in den Beschäftigungszahlen bemerkbar. Auch an dieser Stelle lässt sich ein Anstieg der Mitarbeitenden verzeichnen. Waren 2018 noch 78 Personen in diesem Bereich tätig, so gab es letztes Jahr 86 Mitarbeitende. Das Unternehmen sieht diese Zahl als klaren Beleg für seine Anstrengungen, sich durch Innovation weiterhin erfolgreich am Markt zu behaupten. Weltweit ist die Zahl der Beschäftigten zum Jahresende 2019 mit 1.344 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vergleich zum Wert von 2018 (1.352) ganz leicht gesunken.


E-T-A in Zeiten der Corona-Pandemie

In der aktuellen Corona-Krise setzt E-T-A konsequent auf eine transparente Informationspolitik gegenüber Mitarbeitenden und Geschäftspartnern. Dabei hat die Gesundheit der Mitarbeitenden und externen Partner absolute Priorität. Schließlich richtet das Unternehmen sein gesamtes Handeln auf den Schutz von Leben und Werten aus. Dies gilt natürlich auch in dieser ganz besonderen Situation.

Ein interdisziplinär ausgerichteter Krisenstab plant und koordiniert täglich die notwendigen Maßnahmen. In einem eigens dafür ausgerichteten Unternehmensblog geht dies tagesaktuell an alle Mitarbeitenden und sorgt für Verlässlichkeit bei aller Unsicherheit.

Bislang sind zwar die Logistikkosten spürbar gestiegen, gleichzeitig gelingt es E-T-A nach wie vor, die Produkte vertragsgerecht auszuliefern. Da niemand sagen kann, wie lange dies noch möglich sein wird, spielt auch die Informationspolitik an die Kunden eine große Rolle. E-T-A hält den dauerhaften Kontakt und informiert zuverlässig über eventuelle Verzögerungen.

Die Mitarbeitenden von E-T-A nutzen mittlerweile – wo immer möglich –eine Kombination aus Home Office und Büro. Im Produktionsbereich sind die Arbeitsplätze an die geltenden Abstandsregeln des RKI angepasst, um zu keiner Zeit eine Gesundheitsgefährdung zu riskieren. Mittlerweile sind die umfassenden Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen im täglichen Verhalten der Belegschaft präsent.

E-T-A ist sich bewusst, dass diese Situation noch über Wochen und Monate andauern kann. Das Unternehmen stellt deshalb mit Hilfe digitaler Arbeitsweisen aber auch mit Arbeitszeitkoordination (so genanntem „Zoning“) und weiteren Maßnahmen eine langfristige Arbeitsfähigkeit des gesamten Unternehmens sicher.
 

CO2-Reduktion im Fokus

Klimawandel mag als Thema ganz aktuell aus den Schlagzeilen verschwunden sein. Dennoch hat für E-T-A der Klimaschutz eine unverändert hohe Rolle und ist auch in den Unternehmenszielen fest verankert. In den kommenden Jahren plant der Schutzschalter-Hersteller massive Anstrengungen auf dem Weg hin zu einem klimaneutralen Unternehmen. Mehrere interne Arbeitsgruppen befassen sich mit dieser Aufgabe und treiben dies in Form konkreter Projekte voran.
 

Bildunterschriften:

Teilnehmer beim E-T-A Pressegespräch 2020: (von links) Geschäftsführer Dr. Clifford Sell und Geschäftsführerin Dr. Jennifer Sell von E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH (Foto: E-T-A)

E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH aus Altdorf bei Nürnberg ist weltweiter Spezialist für Absicherungslösungen und Stromverteilung. (Foto: E-T-A)

Virtual Assistant
Quickselect: Products Jobs Support About E-T-A
Call An Expert
Sie haben Fragen, Anregungen oder Wünsche? Wir beraten Sie gerne.